Schwimmen – gut fürs Herz
Im Freibad, Pool, See oder Meer – Schwimmen ist das perfekte Ganzkörper-Training und tut speziell Herz und Kreislauf gut. Allerdings sollten Senioren und Herzpatienten ein paar Dinge beachten. Ein kleiner Schwimmkurs. Ausdauersport ist gesund, insbesondere regelmäßiges Schwimmen – da sind...
Im Freibad, Pool, See oder Meer – Schwimmen ist das perfekte Ganzkörper-Training und tut speziell Herz und Kreislauf gut. Allerdings sollten Senioren und Herzpatienten ein paar Dinge beachten. Ein kleiner Schwimmkurs.
Ausdauersport ist gesund, insbesondere regelmäßiges Schwimmen – da sind sich zahlreiche Studien einig! Es trainiert den Körper schonend und dennoch effektiv, und es kennt keine Altersgrenze. Wer an Land nicht mehr so mobil ist, kann sich im Wasser unbeschwerter und schmerzfreier bewegen. Der Auftrieb reduziert das Körpergewicht, entlastet Rücken und Gelenke. Durchblutung, Herz und Kreislauf kommen in Schwung, also auch die perfekte Fitness für Menschen mit kardiologischen Problemen. Wir sagen, welche Vorteile das Schwimmen genau bringt und was zu beachten ist.
Sanftes Kardio-Training
Der Wasserdruck wirkt auf die Gefäße in Armen und Beinen, wodurch das Blut in Richtung Körpermitte zum Herzen gedrängt wird. Dadurch muss das Herz stärker pumpen und wird trainiert. Schwimmen verbessert auch das Lungenvolumen, weil der Wasserdruck auf den Brustkorb eine tiefere Atmung erfordert. Das ist entscheidend, da Herz und Lunge im Team arbeiten. Klingt erst mal ein wenig anstrengend, hat aber einen tollen Trainingseffekt. Zudem gehen zwei Herz-Kreislaufrisiken – Stress und Übergewicht – gleich mit baden. Allerdings: Bevor Senioren oder Herzpatienten starten, sollte der Arzt grünes Licht geben!
Langsamer Einstieg
Auch wenn es von ärztlicher Seite keine Einwände gibt, sollten Sie es langsam angehen lassen. Anfänglich kann es zu Komplikationen kommen, etwa Schwindel oder Luftnot beim Ein- und Ausstieg aus dem Wasser. Ein paar Vorsichtsmaßnahmen sind dann hilfreich: Nicht vom Beckenrand ins Wasser springen oder gleich losschwimmen. Langsam ins Becken ein- und aussteigen, damit der Körper sich an die Druckverhältnisse gewöhnen kann. Ideal sind Becken und Gewässer mit flachem Einstiegsbereich, um erst mal ein paar Schritte zu laufen. Auch sollte das Wasser nicht zu kalt sein. Die ideale Temperatur fürs Seniorenschwimmen liegt zwischen 24 und 26 Grad, für Aquafitness sollte das Wasser etwa zwei Grad wärmer sein.
Tempo und Timing
Um das Herz zu stärken, sind keine Höchstleistungen erforderlich – im Gegenteil. Moderate und gleichmäßige Bewegungen im Wasser bringen den besten Trainingseffekt. Gut geeignet sind Brust- und Rückenschwimmen, am besten im Wechsel. Dabei sollte sich der Körper möglichst flach und nah unter der Wasseroberfläche befinden. Wichtig: Beim Brustschwimmen nicht den Kopf krampfhaft aus dem Wasser recken, sondern bei jedem Zug ein wenig eintauchen. Mit kurzen Einheiten und Pausen dazwischen beginnen, langfristig sind zwei bis drei Schwimmeinheiten von je 20 bis 30 Minuten pro Woche ideal. Das Tempo wählen Sie frei, ganz nach Lust und Tagesform.
Sicher in die Fluten
Ob in der Halle oder draußen – Badeschuhe sind Pflicht! Auch sollten Senioren und herzerkrankte Menschen nie allein schwimmen, weder in öffentlichen Bädern und schon gar nicht im See oder Meer. Nutzen Sie die Kursangebote für Senioren, die es in nahezu jedem öffentlichen Bad gibt. So gehen Sie auf Nummer sicher, auch was die Intensität des Trainings angeht – und in Gesellschaft macht’s sowieso mehr Spaß!
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

















